Siemens EQ.6 300 Kaffeevollautomat

Völlige Begeisterung stellt sich erst nach ein paar Minuten ein … … nachdem ich im Handbuch gelesen habe, dass es hinter dem Wassertank eine Aussparung für den Kaffeepulverlöffel zur Unterbringung gibt. Ich fragte mich kurz zuvor, wohin mit dem Ding, denn man braucht den Löffel auch als Werkzeug, um den Wasserfilter zu wechseln. Aber da gibt es noch mehr Details, die mich umhauen. Der Reihe nach. Ich besitze seit 15 Jahren einen Vollautomaten, von Saeco Royal professional, über eine Philips/Saeco One Touch oder Krups EA82F8. Von anderen kenne ich Jura Maschinen. Ich behaupte mal, ich kenne mich ein ganz kleines bisschen aus mit den Dingern. Bislang habe ich Wert auf ordentlichen Kaffee bzw. Cappuccino und weniger auf Schnickschnack und Komfort gelegt. Doch nachdem die kleine Krups schon nach 6 Wochen plötzlich nur noch ekelhaft schmeckenden Kaffee produzierte und die Philips kurz nach der Generalüberholung schon wieder kein Wasser mehr durchlässt, habe ich mich nach etwas komfortablerem umgesehen. Die gefällt rein optisch schon sehr gut und die überwiegend positiven Bewertungen haben mich überzeugt. Die wenigen mit 1-Stern Bewertung haben wohl ein Montagsgerät erwischt, wobei der Anteil deutlich geringer als 1/7 ist. Ich habe den Automaten mit Wasser und Bohnen bestückt und gleich mein Lieblingsgetränk, einen Cappuccino gezogen. Sehr leises Mahlwerk, noch leiser oder kaum hörbar die Pumpengeräusche bei der Zubereitung von Milchschaum und Kaffee. Das ist schon mal super. Der Milchschaum ist übrigens warm, nicht kalt und nicht heiß, warm. Die Temperatur des Endergebnisses ist prima, ich habe sogar noch Luft nach oben, denn die Wassertemperatur ist auf heiß (nicht max.) eingestellt. Die Tassengröße passte nicht ganz, also 5 Mal aufs Display getouched und es passt für alle Ewigkeiten. Menü-Tassengröße-Enter (denn Cappuccino groß ist voreingestellt, ist ja ausgewählt)-einmal runter auf 260 ml-OK-Menü. Ok, 6 Mal klicken. Genau so einfach passt man die Tassengröße der anderen Kaffeegetränke an. Das geht beinahe nicht besser. Die Wassermenge lässt sich also für jedes Getränk und alle drei Tassengrößen individuell einstellen. Was drei Tassengrößen? Ja genau, für jedes Getränk existieren Speicher für 3 Tassengrößen. Expresso, Kaffee Crema, Cappucino, Latte Macchiato, Milchkaffee mal drei! Da hört es bei kleineren Maschinen schon auf mit der Konfigurierbarkeit, bei der Siemens geht es jetzt erst los. Neben der Mahlgradeinstellungen haben wir hier die Möglichkeit, die Kaffeepulvermenge und damit Stärke des Kaffees in 7 (!) Stufen zu verändern, ja Sieben. Die Krönung ist DoubleShot in zwei Stufen, wobei für ein Getränk 2x gemahlen und gebrüht wird. Natürlich unter Einhaltung der eingestellten Tassengröße. Zur Getränkewahl drückt man also auf das Symbol seines Getränkes, tippt kein bis 2x auf Tassengröße und kein bis 7 Mal auf Stärke, dann auf Start. Einfach oder? Im Laden konnte ich eine Premium Maschine von Siemens beäugen, die hatte diese Einstellungen grafisch aufwändig dargestellt und mit Drehknopf umgesetzt. Ganz toll, aber die Maschine kostet 1.000 € mehr! Na gut, die kann auch zwei Kaffeesorten in getrennten Mahlwerken verwalten. Dann kann man sich auch eine zweite Maschine kaufen 🙂 Was noch? Ach ja, Reinigung des Milchsystems. Saeco und Krups haben da so hübsche Milchbehälter, die man im Kühlschrank aufbewahren kann. Alles prima, nur muss man die auch reinigen und dazu relativ umständlich auseinander nehmen. Bei Siemens gibt es einen Schlauch mit Kunststofflanze, die einfach in die Milchtüte gesteckt wird. Ist lang genug für 1 Liter Tetrapacks. Zum Reinigen halte ich die in eine Tasse oder stecke sie in ein Glas und drücke den Knopf. Dann wird zunächst der Milchauslauf und die Lanze mit heißem Wasser gespült und zum Schluss erfolgt ein Dampfstoß durch den Schlauch. Ich würde das nach jedem Bezug machen, die Maschine macht es automatisch vor dem Ausschalten. Die Tropfschale ist wohl ein Thema, bzw. die Anzeige, wann die voll ist. Ich glaube schon, dass man die Schale lieber öfter und früher ausleeren sollte, als angezeigt, um Überschwemmungen zu vermeiden. Der Schwimmer scheint mir ein wenig zu träge zu sein. Im Büro, wo die Maschine den ganzen Tag benutzt wird, könnte das zu Problemen führen, weil sich da ja niemand verantwortlich sieht. Zu Hause leert man die Schale einfach nach dem Frühstück oder Kaffeerunde aus, fertig. Ich habe alle Getränke ausprobiert und finde alle gut. Vom Latte Macchiato habe ich ein Video angehängt. Das Ding sieht am Ende so aus, wie es aussehen muss. Super. Man merkt, dass ich den Kauf jetzt (Anfang Juli 2017) noch nicht bereue. Mal sehen, wie sich das in 6 und 12 Monaten verhält. Ich verspreche hoch und heilig, ich werde berichten. Hier kaufen:

 

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